Keine Qual der Wahl

© Aaron Johnson

Welttag des Fernsehens

Fright // © Axel Setzer

Zu diesem heutigen Gedenktag kann ich eigentlich nur folgendes sagen:

Ich kann kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen muß!

Es wird Zeit

Verwundert beobachteten wir den scheinbar mangelnden Widerstand in Japan, nach der Katstrophe von Fukushima. “Es ist halt eine andere Mentalität” wurde uns in den letzten Monaten erklärt.

Ja, es ist eine andere Mentalität – eine Kultur in der Kritik nicht erwünscht ist, weil sie als unschicklich gilt. Nichtdestotrotz regt sich nun langsam der Protest in der japanischen Gesellschaft. Waren es in den ersten Tagen noch wenige Hunderte, die durch Tokio zogen, gibt es ein halbes Jahr nach Fukushima immerhin schon 60.000.

Die Menschen wachen auf, die Vertuschung durch die Regierung und besonders durch den Betreiber TEPCO ist so offensichtlich, dass man, angesichts der dreisten Lügen, die der Öffentlichkeit aufgetischt werden, schon von einer Beleidigung des gesunden Menschenverstandes sprechen kann.

Der Widerstand war leise und ist, im Vergleich zu Europa, auch heute nur ein leises Flüstern. Doch, wie es aussieht wird er langsam lauter.

Michael Levin in Japan

Fotografieren ist nicht selten eine komplizierte Angelegenheit und ich bin schon des längeren auf der Suche nach einem Video, welches, zumindest ein bißchen, diesen Prozess wiedergibt. Folgendes Video ist mir bei dieser Suche aufgefallen. In diesem kurzen Video dokumentiert Brad Kremer den kanadischen Fotografen Michael Levin, bei einigen seiner Aufnahmen in Japan. Es ist Schade, dass es so kurz ist und leider nur wenig die Langwierigkeit und Umstände erahnen läßt, die eine einzige Aufnahme bedeuten kann. Jedoch glaube ich, dass es sehenswert ist.

Häufig fotografiert Michael Levin an Gewässern, wo er, mithilfe von Langzeitbelichtungen, das Wasser fast verschwinden lassen kann, sodass die eigentlichen Motive in einer milchig nebeligen Substanz zu ruhen scheinen. Ein Effekt der vielen seiner Bilder eine surreale Stimmung verleiht und auf das Wesentliche konzentriert. Dass er eigentlich fast nur in schwarz/weiss fotografiert (ich habe noch nie ein Farbfoto von ihm gesehen) verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Vielleicht fotografiert er deshalb so gerne in Japan. Seine meist minimalistischen Bilder wirken sehr von japanischer Kunst und Design inspiriert.

Natürlich ist ein Betrachten des Videos in Vollbild ein Muss!

KI: Michael Levin from Brad Kremer on Vimeo.

Böse Überraschung

© Aaron Johnson

Solidarität mit Japan

Welche Worte kann man, angesichts der unfassbaren Katastrophe, finden? Ein Jahrhundert-Erdbeben, ein gewaltiger Tsunami und, um dem ganzen noch eine Krone aufzusetzen, der atomare GAU oder eventuell auch Super-GAU.

Zehntausende Menschen sind ums Leben gekommen und in vielen Gebieten sind Dörfer, Städte und Infrastrukturen zerstört oder verstrahlt. Eine Wirtschafts- und Kulturnation ist schwer verletzt, aber die Menschen zeigen eine, für unsere Augen, erstaunliche und bewunderswerte Ruhe und Disziplin.

Es wird sicher viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis Japan dieses Unglück überwunden hat. Ich wünsche den betroffenen Menschen alles Gute auf ihren Weg dahin.

Das Teleobjektiv

Teleobjektive können ein starkes Werkzeug sein. Sie holen Entferntes näher und lassen es größer erscheinen und verändern so die Perspektive und den subjektiven Blickwinkel.

Hier habe ich zwei eindrucksvolle Beispiele für den Einsatz von Teleobjektiven. Beide Videos sind hier auf unserem Planeten gefilmt worden, doch könnten sie gegensätzlicher nicht sein.

Zuerst haben wir hier eine kurze Aufnahme, einen kurzen Ausschnitt aus unserer modernen globalisierten Welt:

CHINA CARGO. from California is a place. on Vimeo.

Und hier die Aufnahmen eines indigenen Stammes im Amazonas, der wahrscheinlich, außer zu Nachbarstämmen, noch nie einen Kontakt zur Welt hatte. Um diese Menschen zu schützen und möglichst nicht zu stören, werden diese aus Flugzeugen, mittels Teleobjektiven mit langer Brennweite, beobachtet.

Aber man sieht in ihren Gesten und ihrer Mimik, dass alleine die Flugzeuge am Himmel sie erschrecken und mit Sicherheit ihr Leben beeinflußen.

Uncontacted Amazon Tribe: First ever aerial footage from Survival International on Vimeo.

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