Zeit für einen Wechsel

Time for a change

© Axel Setzer

Pixelpost ist endgültig tot. Das letzte Update erfolgte 2009 und inzwischen ist sogar die Website verschwunden. Die Entwickler, die viele Jahre mit diesem Projekt verbracht haben und unentgeltlich das Programm entwickelt haben, hatten irgendwann feste oder bessere Jobs und keine Zeit mehr weiter daran zu arbeiten. Pixelpost ereilte ein Schicksal, welches bisher überraschenderweise (und zum Glück) noch wenigen Open-Source-Projekten zugestoßen ist. Es ist Schade, denn es war, meines Erachtens, ein sehr gutes Fotoblog-CMS.

Für meinen Fotoblog wurde es also langsam Zeit zu wechseln.

Auch wenn es bei WordPress keine anständigen Templates für Fotoblogs gibt und auch der logische Aufbau hauptsächlich für Textbeiträge gedacht ist, habe ich mich entschlossen dieses in Zukunft einzusetzen. Schließlich benutze ich es schon seit einigen Jahren für diesen Textblog und der Konzeption und Gestaltung von anderen Seiten.

Es brauchte die üblichen Anstrengungen, eine neue Site zu layouten und die Daten vom alten auf den neuen Blog zu transferieren. Neben den Bildern und Beschreibungen sollten schließlich auch Kategorien, Tags und besonders die Kommentare “gerettet” werden.

Bei ElevenTwentySix, gibt es für den Umzug ein fertiges Plugin, dass man für USD 14,99 erwerben kann. Mit etwas Suche findet man im Internet aber auch Scripts, mit denen man dieses auch kostenlos erreicht.

Es gibt immer noch einige Probleme mit der Installation (besonders mit Tags, Kategorien und einem noch fehlenden Archiv) und das Layout braucht auch noch etwas Feinschliff, aber ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen … oder Wochen die Zeit finde, daran weiter zu arbeiten.

12:34 Uhr und 56 Sekunden, am 7.8.09 …

… und nichts ist passiert.

Der magische Zeitpunkt ist vergangen und – gähn – wieder ist die Welt nicht untergegangen, noch ist sonst etwas Außergewöhnliches passiert. Diverse Numerologen wollten uns ja mal wieder darauf vorbereiten.

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Exodus // © Axel Setzer

Es ist natürlich nicht so, dass ich daran geglaubt hätte. Dieses leicht voraussehbare Non-event ist immerhin insofern interessant, als dass eine derartige Zahlenreihe nur alle 100 Jahre vorkommen kann. Und abhängig vom Geburtsdatum und Lebenserwartung, hat nicht jeder die Chance einen solchen Zeitpunkt zu erleben.

Na ja, auch wenn unsere Zeitmessung relativ und beliebig ist und dem Universum so was von total egal ist, wer`s überhaupt registriert hat, konnte vielleicht doch für eine Sekunde etwas Besonderes bewusst erfahren. – Man lebt!

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Don’t be afraid

Dass das Flugzeug das sicherste Transportmittel ist, ist eine Binsenweisheit. Doch leider gibt es viele Menschen, die das wundervolle Gefühl – das Fliegen – nicht genießen können. Sie haben, mal mehr und mal weniger, Flugangst. Ich liebe das Fliegen, bin schon viel geflogen und habe in Flugzeugen schon so manche Situation erlebt, die Wenigflieger und besonders auch Menschen mit Flugangst vielleicht in Panik versetzt hätte. Öfterflieger aber wissen, dass diese Situationen gar nicht gefährlich sind.

Dieses Video zeigt eine Landung in Tegucigalpa “Toncontin”, Honduras, einem der, für das Können von Piloten, anspruchvollsten Flughäfen der Welt. Eines von vielen Videos, die man z.B. auf YouTube finden kann, die Flugzeuge in allen möglichen Situationen von außen und auch von innen zeigen. target=”_blank”>Hier gibt es zum Beispiel ein etwas längeres Video. Es zeigt den Start einer 747 in Hongkong. Hier kann man besonders gut die (notwendige) Biegsamkeit der Tragflächen, die lockere Aufhängung der Triebwerke und, nein, das ist kein Rauch, die Kondensation (wegen des Unterdrucks) von Feuchtigkeit in den Triebwerken sehen. Alles Erscheinungen, die vollkommen normal sind, aber häufig viele Leute in Angst und Schrecken versetzten.

Ich glaube, wenn man sich diese Videos öfter ansieht, kann man erfahren, wie “normal” vermeintlich gefährliche Situationen sind und damit bieten sie vielleicht die Möglichkeit Flugängste abzubauen. Das Unbekannte wird vertraut und alltäglich, man wird ein wenig zum virtuellen Vielflieger.

Ich liebe es

Desire // © Axel Setzer

Hab keine Angst, das Fliegen ist großartig und wir leben in einer Zeit, wo es sich im Grunde fast jeder leisten kann. Und zusätzlich zu diesem fantastischen Gefühl bekommt man schließlich noch etwas anderes: man wird (je nach Destination mehr oder weniger) innerhalb kurzer Zeit an einen anderen Ort, in ein anderes Klima und/oder andere Zeitzone versetzt. Unsere, evolutionär bedingt, beschränkte Konstitution und Wahrnehmung kann es uns auch schon mal schwer machen, aber – Jetlag hin oder her – ich liebe es!

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Die Deutsche Bahn und die Vorhängeschlösser der Liebe

Padlocks of Love

Love Padlocks // © Axel Setzer

Volkskundler des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) waren notwendig um ein “Phänomen” zu erforschen, welches sich auf einer Brücke in Köln ereignet. Auf der Hohenzollernbrücke, einer Eisenbahnbrücke, findet man seit einigen Monaten an einem Gitterzaun angebrachte Vorhängeschlösser. Auf ihnen sind jeweils zwei Namen entweder mit Filzstift aufgeschrieben oder, nicht selten, sogar eingraviert. Die Deutsche Bahn, zuständig für diese Brücke, hatte zunächst nicht viel für diese “Sachbeschädigung” übrig. Zu Beginn wurden immer wieder Bahnmitarbeiter ausgeschickt, um die Schlösser aufzubrechen und zu entfernen. Man kann sie gut vor sich sehen, wie sie, mit Seitenschneidern bewaffnet, ausschwärmten und ans Werk gingen.

Die Forscher aber fanden heraus, was offensichtlich war. Es handelt sich um eine Nachahmung eines neuartigen Brauches, den man inzwischen in vielen Städten findet. Liebespaare bringen gemeinsam, meist an Brücken, ein Vorhängeschloss an und werfen anschließend den Schlüssel in den Fluß. Mittlerweile haben sich die Schlösser, wie in anderen Städten, auch zu einer richtigen Touristenattraktion entwickelt und an manchen Tagen kann man Menschenmassen beobachten, die sich die Schlösser näher ansehen.

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Vorhängeschlösser der Liebe // © Axel Setzer

Aufgeklärt durch den LVR (und vielleicht auch um dem schlechten Image des Unternehmens entgegen zu wirken) versprach nun im Januar ein Bahnsprecher, dass, “solange die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist”, die Schlösser vorläufig hängen bleiben können.

Immerhin sind in Rom auf der Ponte Milvio schon Laternenmaste unter der Last von tausenden Lucchetti dell’amore umgeknickt. Dort wurden die Schlösser deshalb verboten. Inzwischen gibt es aber eine Webseite, mit deren Hilfe man virtuelle Vorhängeschlösser an der Ponte Milvio anbringen kann. Moderne Bräuche können auch modern vollzogen werden.

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Bokeh anyone?

Bokeh, anyone

Bokeh, anyone? // © Axel Setzer

“Dieses Objektiv hat ein feines Bokeh!” – für Viele wird diese Aussage ein wenig verwirrent sein. Schreibt man nicht Bouquet oder Bukett – und wie kann ein Objektiv ein Bouquet haben?

Die “Eingeweihten” wissen natürlich, Bokeh hat nichts mit Geschmack und noch weniger mit einem Blumenstrauß zu tun.

Bokeh kommt aus dem Japanischen und bedeutet: unscharf oder verschwommen. Im Zusammenhang mit der Fotografie wurde der Begriff zuerst in japanischen Fotozeitschriften verwendet und fand dann aber schnell einen Weg, als Fachbegriff, ins Englische. Inzwischen ist dieses Fremdwort auch im Deutschen angekommen.

Bei Bokeh geht es aber nicht um die Intensität der Schärfe, sondern darum, wie diese aussieht – oder besser: wie ein Objektiv Unschärfe abbilden kann. Denn die Qualität des Bokeh ist abhängig von der Blendenform (und damit von der Form und Anzahl der Lamellen) und der optischen Korrektur des Objektives.

Ausführlichere Abhandlungen kann man hier (in deutsch): bei Andreas Hurni oder (in englisch): bei The Luminous Landscape nachlesen.

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Holy sheep!

Holy Sheep! // © Axel Setzer

Endlich ist das Fotoblog bei Lichternte online. Viele Bilder werden noch kommen. Ich glaube nicht, dass ich täglich ein neues Foto hochladen kann. Aber ich werde es so oft wie möglich versuchen.

Über einige Fotos möchte ich, zusätzlich zu den Bemerkungen im Fotoblog, gegebenenfalls noch detaillierter hier im Textblog schreiben.

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Gezwitscher