Leiden kann so schön sein

Vor einigen Tagen habe ich erfreut einen Remix eines Songs entdeckt, der u.a. zum Soundtrack meiner Jugend gehört hat. Wer kennt heute noch die Talking Heads und einen ihrer größten Hits: Once In A Lifetime, die Ode an die Sinnkrise oder Hymne der Midlife Crisis?

Immerhin schon über 30 Jahre alt, hat dieser Song nichts von seiner musikalischen und inhaltlichen Ausstrahlung verloren. Geschrieben wurde er von David Byrne, Brian Eno, Chris Frantz, Jerry Harrison und Tina Weymouth und gemixt von Brian Eno. Das Lied ist einfach zu verstehen. Es handelt von den destruktiven Gedanken die einige Menschen, besonders mit (um es vorsichtig auszudrücken:) “konventionellen Lebensentwürfen” ereilen und diese in Frage stellen. Es ist auch Kritik an dem alleinigen Streben nach Erfolg und Reichtum, die, auch wenn sie erreicht werden, letztendlich inhaltsleer und deshalb: sinnlos und unbefriedigend sind.

Also, an alle Spießer – nehmt das!:

 

Hier noch eine Interpretation dieses Songs von David Byrne, live bei einem Konzert 2008:

Edward Snowden muß geholfen werden

snowdenWar da was? Merkel ist erst tagelang untergetaucht, versucht nun zu beschwichtigen und führt nur halbherzig brave Telefongespräche mit Obama. Naja, was soll sie auch machen? Denn sie wußte schon vorher von der Industriespionage und der permanenten Ausspähung aller Bundesbürger durch die USA. Das weiß sie und das weiß auch Obama. Da wird ein wenig “Entrüstung” gespielt.

Diverse, besonders republikanische US-Politiker fordern schon die Todesstrafe wegen Hochverrats für Edward Snowden. Er wäre nicht der erste Mensch, der in den USA für eine solche Tat exekutiert worden wäre. Edward Snowden droht der Tod oder zumindest 30 Jahre bis Lebenslänglich.

Diesem Mann muss geholfen werden. Er hat uns, Europa und der restlichen Welt, einen großen Dienst erwiesen. Er hat allen, die es noch nicht wußten oder schon vergessen oder verdrängt hatten, bewusst gemacht, wie sich die USA im Inneren und nach außen zu einen Staat entwickelt der “1984″ irgendwann in den Schatten stellt und wie unsere Politiker diese dabei unterstützen. Dieser Mann muß vor dem Zugriff der USA geschützt werden.

Außerdem sollte Merkel mit ihrem erbärmlichen Versuch scheitern, mal wieder eine Krise auszusitzen, sich für 4-5 Wochen unsichtbar zu machen, bis die Wähler alles wieder vergessen haben (also eigentlich schon nach 3-4 Wochen). Diese Frau ist verdammt nochmal verpflichtet “Schaden vom deutschen Volk abzuwenden”. Die NSA bezeichnet die EU und Deutschland als “Angriffsziele”, hört bei uns, auch in diesem Augenblick, durchschnittlich 500.000.000 (fünfhundert Millionen!) Verbindungen (Telefongespräche, SMS) monatlich, sowie fast den gesamten Internetverkehr inklusive E-Mails in Deutschland ab. Auch Du bist persönlich davon betroffen! Sag Hallo zu den grauen Männern von der NSA.

Verbreitet die Botschaft! Verhindert, dass dieses wichtige Thema, dank Merkel, mal wieder langsam im Sande verläuft und die Menschen diese Situation als gottgegeben (Merkel bezeichnet so etwas ja gerne als “alternativlos”) weiter still erdulden und dann verdrängen und vergessen. Und besonders, laßt uns Edward Snowden helfen, der seine eigene Freiheit auf’s Spiel setzt um unsere Freiheit zu verteidigen.

Unterschreibt vielleicht auch den Appell hier, an die Bundesregierung, Snowden bei uns eine Zuflucht zu gewähren, an dem bisher, innerhalb kürzester Zeit, bereits über (Stand 04.07., 12:00 Uhr) 90.000 Leute teilgenommen haben.

Hier wird auch ein möglicher Weg aufgezeigt, wie man Snowden bei uns aufnehmen kann:

Inhalt des Appels:

Zuflucht für Edward Snowden – Whistleblower schützen

Durch Edward Snowden haben wir erfahren, in welch gigantischem Ausmaß wir von Geheimdiensten ausspioniert werden. Auf der Flucht vor den US-Behörden hat Snowden Deutschland um Beistand gebeten.

Wir fordern von der Bundesregierung:

- Schützen Sie Edward Snowden durch eine vom Asylverfahren unabhängige Aufenthaltserlaubnis und mit einem Zeugenschutzprogramm.

- Sorgen Sie dafür, dass Hinweisgeber in Deutschland durch ein Whistleblower-Gesetz besser abgesichert werden.

Wir brauchen Menschen wie Edward Snowden, um Verstöße gegen Bürgerrechte und Missstände bei den Geheimdiensten ans Licht zu bringen.


Ach … außerdem:

Ich habe nie die Jubelberliner verstanden, die Obama 2008, bei seiner Rede vor der Siegessäule, vor seiner ersten Wahl, frenetisch gefeiert haben. Entweder konnten sie kein Englisch oder sie haben ihm einfach nicht zugehört. Ganz klar hat er den Führungsanspruch, also quasi die Weltherrschaft, der USA betont. Hat gesagt, dass er die Interessen der USA über alles andere stellen wird und, so explizit hat er das dann natürlich nicht gesagt, aber man konnte und mußte es damals schon ahnen, dafür auch die Freiheit, selbst der (angeblich) engsten “Allierten” und “Freunde” einschränken wird. Also mir war das schon damals klar.

Leute, habt ihr das nicht mitbekommen? Ich weiß, nach George W. Bush wäre sogar ein, einzig dem eigenen Machterhalt dienender, farbloser Politiker, ohne Eigenschaften und eigene Standpunkte – wie Merkel halt – eine fantastisch strahlende neue Hoffnung und Alternative gewesen. Aber warum tun jetzt viele so überrascht? “Ach, vom Obama hätte ich das aber nicht gedacht.”

yes we scan

 

Earth Hour

Was immer man auch von solchen Aktionen halten mag – immerhin setzen sie ein Zeichen und machen Zustände bewußt, die man im Alltag gerne verdrängt.

Der negative Einfluß der Menschheit auf die Erde nimmt exponentiell zu. Abgesehen davon, dass Menschen aus Macht- und finanziellen Interessen täglich andere Menschen unterdrücken, ausbeuten und töten, verändern wir aus den gleichen Gründen das Klima, vergiften die Umwelt, lassen tausende Tierarten aussterben und machen so der Natur auf diesen Planeten, unseren Mitmenschen, und früher oder später auch uns selbst, das Leben zur Hölle.

Wir haben nur eine Erde. Eine Spezies, die in der Lage ist ihren Planeten so negativ zu beeinflussen wird früher oder später selber aussterben.

P.S. Ich bin mal gespannt, wann dieses Video wegen der GEMA gesperrt wird.

Solidarität mit Japan

Welche Worte kann man, angesichts der unfassbaren Katastrophe, finden? Ein Jahrhundert-Erdbeben, ein gewaltiger Tsunami und, um dem ganzen noch eine Krone aufzusetzen, der atomare GAU oder eventuell auch Super-GAU.

Zehntausende Menschen sind ums Leben gekommen und in vielen Gebieten sind Dörfer, Städte und Infrastrukturen zerstört oder verstrahlt. Eine Wirtschafts- und Kulturnation ist schwer verletzt, aber die Menschen zeigen eine, für unsere Augen, erstaunliche und bewunderswerte Ruhe und Disziplin.

Es wird sicher viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis Japan dieses Unglück überwunden hat. Ich wünsche den betroffenen Menschen alles Gute auf ihren Weg dahin.

Das Teleobjektiv

Teleobjektive können ein starkes Werkzeug sein. Sie holen Entferntes näher und lassen es größer erscheinen und verändern so die Perspektive und den subjektiven Blickwinkel.

Hier habe ich zwei eindrucksvolle Beispiele für den Einsatz von Teleobjektiven. Beide Videos sind hier auf unserem Planeten gefilmt worden, doch könnten sie gegensätzlicher nicht sein.

Zuerst haben wir hier eine kurze Aufnahme, einen kurzen Ausschnitt aus unserer modernen globalisierten Welt:

“>CHINA CARGO. from e”>California is a place. on Vimeo.

Und hier die Aufnahmen eines indigenen Stammes im Amazonas, der wahrscheinlich, außer zu Nachbarstämmen, noch nie einen Kontakt zur Welt hatte. Um diese Menschen zu schützen und möglichst nicht zu stören, werden diese aus Flugzeugen, mittels Teleobjektiven mit langer Brennweite, beobachtet.

Aber man sieht in ihren Gesten und ihrer Mimik, dass alleine die Flugzeuge am Himmel sie erschrecken und mit Sicherheit ihr Leben beeinflußen.

“>Uncontacted Amazon Tribe: First ever aerial footage from “>Survival International on Vimeo.

Früher war alles besser

Ich weiß, dieses Gefühl hat wohl eher psychologische und neurologische Gründe. Früher war eben nicht alles besser, sondern die negativen Gefühle in unseren Erinnerungen, werden vom Gehirn ausgefiltert.

Zuletzt hatte ich dieses “Früher war alles besser“-Gefühl, als ich mir, nach langer Zeit, meine erste Spiegelreflexkamera ansah – meine Pentax MX. Ich weiß nicht mehr genau, wieviele Monate ich damals gespart hatte, damit ich sie mir endlich kaufen konnte. Ich weiß nur noch, dass es ziemlich lange gedauert hat und so war die Begeisterung, die Kamera dann endlich in den Händen zu halten, natürlich besonders groß. Was habe ich nicht alles mit ihr erlebt? Auf so vielen großartigen Reisen hat sie mich begleitet und was für tolle Bilder habe ich dort und Zuhause mit ihr gemacht. Sicher, die Nikon F3HP, die ich später hatte war, technisch gesehen, um vieles besser – ein Quantensprung. Aber es war halt nicht meine erste SLR, obwohl ihr, wie der Pentax ein anderes Fotografieren als mit heutigen DSLRs anhaftet.

Beide sind analoge Kameras und die analogen Fotografie bedeutet halt, dass man anders fotografiert. Wegen der, im Gegenteil zu Photoshop und Konsorten, doch sehr eingeschränkten Möglichkeiten der Nachbearbeitung ist man, egal ob es die Belichtung, Komposition oder den Bildaufbau angeht, immer gezwungen genauer und besser zu fotografieren, als wie es digital notwendig ist. Heute kann man noch aus so mancher (‘tschuldigung) Scheißaufnahme so einiges herausholen und doch die eine oder andere positive Überraschung zaubern. So kommt es auch, dass man wirklich gute Fotografen daran erkennt, dass sie nicht nur mit umfangreichen Equipment, sondern auch mit einfachen Möglichkeiten oder Kameras und halt auch analog, großartige Bilder machen können.

Aber die digitale Fotografie ist bequem. Wenn früher der Familienvater seinen Film endlich zum Entwickeln gegeben hat kam es nicht selten vor, dass Ostern, der Ausflug ins Phantasialand und Weihnachten gemeinsam auf diesen 36 Fotos zu finden waren. Dank der digitalen Möglichkeiten wird heute viel mehr (zuviel?) als früher fotografiert und fast kann man meinen, dass der Tod der analogen Fotografie nur noch eine Frage der Zeit ist. Viele Hersteller von Filmen haben ihre Produktionen gedrosselt oder teilweise schon ganz eingestellt. Nur noch die Nachfrage von einigen Profis, Fotokünstlern und den, weltweit doch immer zahlreicheren Lomografen und Jüngern der Holga, hält diesen Bereich noch am Leben.

Ich gebe zu, es ist schon länger her, dass ich einen Film belichtet habe. Meine Pentax und meine F3 haben mich aber wieder verzaubert. Ich werde mir heute noch ein paar Filme kaufen.

Pentax MX

Pentax MX // © Axel Setzer

Bilder aus der Vergangenheit

Wer kennt sie nicht, alte seltsam farbstichige Fotos aus der Vergangenheit? Der Urlaub, einst in der Kindheit, seltsam vertraut, aber die Bilder, von ganz weit weg – früher, zeigen eine Welt mit Grün-, Rot- oder Pinkstich.

Außerdem ist manches unscharf und verwackelt, manchmal auch seltsam zur Seite geneigt. Wie war das damals nur?

Folgendes Video wurde durch einen Fund von alten Polaroids, auf einem Flohmarkt, angeregt.

.swf?clip_id=3491522&server=vimeo.com&show_title=1&show_byline=1&show_portrait=1&color=00ADEF&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0″ />.swf?clip_id=3491522&server=vimeo.com&show_title=1&show_byline=1&show_portrait=1&color=00ADEF&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0″ allowscriptaccess=”always” allowfullscreen=”true”>

it’s a small world from ouble”>axel roessler on Vimeo.

Gezwitscher