Man braucht keinen Flug ins Weltall, um zu erfahren wie klein unsere Welt ist. Es reichen einige Langstreckenflüge. Mit Hilfe einer Art Stop-Motion geht`s natürlich noch etwas schneller. DEN-ORD-NRT-SIN-NRT-LAX-DEN, in wenigen Minuten um die halbe Welt.
Die großen Flughäfen dieser Welt sehen meist sehr ähnlich aus. Spätestens aber, wenn man die klimatisierten Terminals verlässt, sich vor einem die automatischen Türen öffnen, bekommt man den ersten Schock. Einen Schlag ins Gesicht, mal kalt, mal heiß und nicht selten – heiß und unglaublich schwül. Kehrt man dann dem Airport den Rücken zu, indem man dann wahlweise im Taxi, Shuttlebus oder Mietwagen über die großzügigen Schnellstraßen fährt, taucht man dann doch plötzlich in eine neue Welt ein. Die Vegetation, die Gebäude, vielleicht die Autos – ihre Kennzeichen, manchmal die Schriftzeichen, die Menschen, die Gerüche und, verfluchter Jetlag, die eigene Stimmung, alles ist dann doch ganz ganz anders.
Die Welt ist klein – die Welt ist ein Dorf – aber das Dorf enthält viele Welten.
Im Alter von 46 Jahren starb am Dienstag eine Frau, die ohne ihr Zutun zu einem gewissen Weltruhm gelangte. Ihr Name ist Lucy Vodden.
Berühmt wurde sie indirekt, weil sie mit Julian, dem Sohn von John Lennon in die gleiche Vorschule ging.
“Ich erinnere mich, Julian und ich malten Bilder auf einer doppelseitigen Staffelei. Wir warfen uns Farbe zu, viel, zum Schrecken der Lehrerin … Julian hatte ein Bild an diesem Tag gemalt, an dem auch sein Vater mit dem Chauffeur vorbei kam, um ihn von der Schule abzuholen.”
Zuhause zeigte Julian stolz seinem Vater das Bild, welches er von seiner 4 Jährigen Freundin gemalt hatte. “That`s Lucy in a sky with diamonds!” Der Titel eines berühmten Liedes war geboren.
John Lennon hat diese Geschichte oft erzählt, aber angesichts des Textes dieses Liedes, den Umständen der Musik ab dem Album Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band, den psychedelischen Inhalte des Films zum Album und des Drogenkonsums der Beatles, wurde ihm nicht geglaubt. Man behauptete Lucy in a sky with diamonds wäre ein grobes Akrostichon, welches auf LSD verweisen sollte.
Lucy war Hausfrau und lebte in Surrey (GB) und verstarb an der Krankheit Lupus, an der sie seit 5 Jahren litt. Sie selber mochte den Song und überhaupt “diese Art von Songs” nicht so gerne und verunsichert durch die Vorurteile über das Lied, schwieg sie auch für eine lange Zeit.
“Als Teenager machte ich den Fehler einigen Schulfreunden zu erzählen, dass ich die Lucy aus dem Song bin. Aber sie sagten: “Nein, das bist nicht du. Meine Eltern haben gesagt, dass es um Drogen geht.” Zu dieser Zeit wußte ich nicht was LSD war und behielt es deshalb ab da für mich.”
Lucy Vodden verband bis zuletzt eine Freundschaft mit Julian Lennon. Mit ihrem Tod wird sie ein letztes Mal in das Bewußtsein der Weltöffentlichkeit geholt und Alle, die ihre Geschichte noch nicht kannten, lernen sie nun kennen.
Der magische Zeitpunkt ist vergangen und – gähn – wieder ist die Welt nicht untergegangen, noch ist sonst etwas Außergewöhnliches passiert. Diverse Numerologen wollten uns ja mal wieder darauf vorbereiten.
Es ist natürlich nicht so, dass ich daran geglaubt hätte. Dieses leicht voraussehbare Non-event ist immerhin insofern interessant, als dass eine derartige Zahlenreihe nur alle 100 Jahre vorkommen kann. Und abhängig vom Geburtsdatum und Lebenserwartung, hat nicht jeder die Chance einen solchen Zeitpunkt zu erleben.
Na ja, auch wenn unsere Zeitmessung relativ und beliebig ist und dem Universum so was von total egal ist, wer`s überhaupt registriert hat, konnte vielleicht doch für eine Sekunde etwas Besonderes bewusst erfahren. – Man lebt!
Nach den Berichten der letzten Monate, über das Säbelrasseln aus Nordkorea, wurde im Juli Sensationelles aus dem Land des kleinen Diktators Kim vermeldet. Im nordkoreanischen Fernsehen wurde der erste komerzielle Werbespot gesendet. Die Brauerei Taedonggang preist ihr gesundheitsförderndes Reisbier an. Dieses konnte man herstellen, nachdem man 2002 in Großbritannien eine Brauerei gekauft und hierhin transportiert hatte.
Nun – da kann einem schon ein kalter Schauer den Rücken herunterlaufen. Bizarres aus einem Land, dessen Menschen in einer surrealen Karikatur einer Diktatur, die leider zu real ist, leben. Es ist natürlich unwahrscheinlich, dass die millionen hungernden Menschen, außerhalb von Pjöngjang, jemals die Möglichkeit bekommen ein solches Bier zu trinken. Bei der letzten großen Hungersnot, ende der 90er Jahre, sind Hunderttausende ums Leben gekommen.
Auch bei uns gibt es natürlich grottenschlechte Werbung. Hier aber noch eine gelungeneres Beispiel:
In Nordkorea hätte wahrscheinlich niemand diese Werbung verstanden. Die dortige Werbung ist da schon besser auf die eigene Zielgruppe abgestimmt. Weltfremde isolierte stramme Parteimitglieder und Funktionäre in Pjöngjang.
Dass das Flugzeug das sicherste Transportmittel ist, ist eine Binsenweisheit. Doch leider gibt es viele Menschen, die das wundervolle Gefühl – das Fliegen – nicht genießen können. Sie haben, mal mehr und mal weniger, Flugangst. Ich liebe das Fliegen, bin schon viel geflogen und habe in Flugzeugen schon so manche Situation erlebt, die Wenigflieger und besonders auch Menschen mit Flugangst vielleicht in Panik versetzt hätte. Öfterflieger aber wissen, dass diese Situationen gar nicht gefährlich sind.
Dieses Video zeigt eine Landung in Tegucigalpa “Toncontin”, Honduras, einem der, für das Können von Piloten, anspruchvollsten Flughäfen der Welt. Eines von vielen Videos, die man z.B. auf YouTube finden kann, die Flugzeuge in allen möglichen Situationen von außen und auch von innen zeigen. Hier gibt es zum Beispiel ein etwas längeres Video. Es zeigt den Start einer 747 in Hongkong. Hier kann man besonders gut die (notwendige) Biegsamkeit der Tragflächen, die lockere Aufhängung der Triebwerke und, nein, das ist kein Rauch, die Kondensation (wegen des Unterdrucks) von Feuchtigkeit in den Triebwerken sehen. Alles Erscheinungen, die vollkommen normal sind, aber häufig viele Leute in Angst und Schrecken versetzten.
Ich glaube, wenn man sich diese Videos öfter ansieht, kann man erfahren, wie “normal” vermeintlich gefährliche Situationen sind und damit bieten sie vielleicht die Möglichkeit Flugängste abzubauen. Das Unbekannte wird vertraut und alltäglich, man wird ein wenig zum virtuellen Vielflieger.
Hab keine Angst, das Fliegen ist großartig und wir leben in einer Zeit, wo es sich im Grunde fast jeder leisten kann. Und zusätzlich zu diesem fantastischen Gefühl bekommt man schließlich noch etwas anderes: man wird (je nach Destination mehr oder weniger) innerhalb kurzer Zeit an einen anderen Ort, in ein anderes Klima und/oder andere Zeitzone versetzt. Unsere, evolutionär bedingt, beschränkte Konstitution und Wahrnehmung kann es uns auch schon mal schwer machen, aber – Jetlag hin oder her – ich liebe es!
Eigentlich sollte man ja denken, dass wir in einer modernen aufgeklärten Gesellschaft leben. Aber alleine der tägliche Blick in`s Fernsehprogramm führt einem schmerzhaft vor Augen, wie, Entschuldigung, mir fällt kein anderes Wort ein, dumm doch ein nicht geringer Teil unserer Mitmenschen ist.
Trotz dieser Erkenntnis bin ich doch immer wieder überrascht, wieviele Menschen richtig erstaunt sind, wenn man ihnen erzählt, dass die Sterne Sonnen sind. Keine Ahnung, was sie denken, was Sterne sind? – Lustige kleine Glitzerlichter?
Im Netz kann man viele interessante Videos mit Größenvergleichen astronomischer Objekte finden. Folgendes ist eines von vielen. Ich finde, wenn man sich so etwas ansieht, bekommt man wieder einmal bewußt gemacht, welchen Platz wir im Universum haben. Das kann einen auch schon mal ‘runterhelfen wenn man alltägliche Probleme hat oder sich über Menschen aufregt, die tatsächlich oder vermeintlich gesellschaftlich (Vorgesetzte, Politiker, Besserverdiener etc.) über einem stehen oder, die glauben und/oder zeigen etwas “Besseres” zu sein. Kosmisch gesehen sind wir alle tatsächlich – nichts! (Und das Universum würde sich über uns totlachen, wenn es uns überhaupt bemerken würde.)
Dieses Video ist aus dem Jahre 2006. VV Cephei ist nicht mehr der größte bekannte Stern. Er wurde durch VY Canis Majoris abgelöst. (Alleine die Größe eines Sternes sagt natürlich nichts über seine Masse aus.)
Die gestrigen Wahlergebnisse aus den Niederlanden haben es gezeigt. Rechtsradikale und Antieuropäer gewinnen überproportional Anteile bei der Europawahl. Dieses liegt vor allem an niedrigen Wahlbeteiligungen, weil sie ihre Anhänger am besten mobilisieren können.
Die Wahl zum Europaparlament ist nicht unwichtig!
Leider verkennen viele den Einfluß des Europaparlaments auf unser tägliches Leben. Inzwischen werden 80 bis 90 Prozent der Gesetze in Deutschland durch die EU vorgegeben und ein Großteil der Regelungen für den Verbraucherschutz, meist zum großen Vorteil für die Verbraucher, kommen von dort.
Wer nicht zur Wahl geht, verschenkt seine Stimme.
Wollt Ihr, dass Rechtsradikale und andere Wirrköpfe euer Leben mitbestimmen können?