Leiden kann so schön sein

Vor einigen Tagen habe ich erfreut einen Remix eines Songs entdeckt, der u.a. zum Soundtrack meiner Jugend gehört hat. Wer kennt heute noch die Talking Heads und einen ihrer größten Hits: Once In A Lifetime, die Ode an die Sinnkrise oder Hymne der Midlife Crisis?

Immerhin schon über 30 Jahre alt, hat dieser Song nichts von seiner musikalischen und inhaltlichen Ausstrahlung verloren. Geschrieben wurde er von David Byrne, Brian Eno, Chris Frantz, Jerry Harrison und Tina Weymouth und gemixt von Brian Eno. Das Lied ist einfach zu verstehen. Es handelt von den destruktiven Gedanken die einige Menschen, besonders mit (um es vorsichtig auszudrücken:) “konventionellen Lebensentwürfen” ereilen und diese in Frage stellen. Es ist auch Kritik an dem alleinigen Streben nach Erfolg und Reichtum, die, auch wenn sie erreicht werden, letztendlich inhaltsleer und deshalb: sinnlos und unbefriedigend sind.

Also, an alle Spießer – nehmt das!:

 

Hier noch eine Interpretation dieses Songs von David Byrne, live bei einem Konzert 2008:

Vollmond

So hat man den Mond noch nicht gesehen:

Ein nettes Video. Nicht überraschend, aber interessant, finde ich, dass sich sofort auch zu diesen Video die verwirrten Verschwörungstheoretiker melden mußten, die ihren Glauben an einer “gefälschten” Mondlandung kundtun und glauben, mit teils aggresiver Vehemenz, verteidigen zu müßen. Das Internet ist ein Spielplatz für Wirrköpfe, aber nirgendswo tummeln die sich mehr als bei YouTube.

Zum Thema Mondlandung gibt es ein wundervolles Video des Filmemachers S.G. Collins. Recht plausibel legt er in seinem Video dar, dass entgegen der Prämisse: In den 60er Jahren konnte man noch keine Menschen zum Mond schicken, aber eine solche Landung in einem Studio fälschen, genau das Gegenteil zutrifft. Mit der Fernseh- und Videotechnik der 60er Jahre wäre gerade eine solche Fälschung technisch überhaupt nicht möglich gewesen.

Seine Schlußworte am Ende des Videos sind wirklich großartig.

Sobald du gezwungen bist neue Technologien zu hypothesieren, um deine Verschwörungstheorien aufrecht zu halten, machst du den Schritt ins Königreich der Magie. Es erfordert einen tiefen und dauerhaften Glauben an Dinge, die du niemals wirklich wissen kannst.

… und weiter:

Das Gefährliche daran ist, es macht einen blind für die wirklichen Verschwörungen, die Obrigkeiten ständig verüben.

Und natürlich versammeln sich im Kommentarbereich auch dieses Videos wieder die Gläubigen dieser Verschwörungtheorie (oder irgendeiner anderen), sind für Argumente taub und leiern ihre Mantras herunter.

Quod erat expectandum

Forklift driver Klaus

Böse Gefahren lauern überall. Was man aber als Gabelstablerfahrer erleben kann, lässt einen erstaunt zurück.

Was wir verlieren können

Verführerisch, unsere schöne neue digitale Welt. Aber vielleicht sollten wir uns nicht zu abhängig machen. Nicht umsonst halten analoge Bücher, Fotos oder Drucke länger als gespeicherte Daten. Und es spielt keine Rolle, ob diese auf Festplatten, Disketten, CDs oder irgendwo in einer Cloud abgelegt sind.

“>LOST MEMORIES (French, English Subtitles) from “>Francois Ferracci on Vimeo.

Carnaval do Rio de Janeiro

Auch wenn diese Aufnahmen aus dem letzten Jahr sind, gibt es hier noch einmal ein schönes Tilt/Shift-Video von Keith Loutit. “The City of Samba” – zeigt seine Impressionen von Rio de Janeiro, vor und während des Karnevals.

Von solchen Bildern aus unseren “Karnevalshochburgen” können wir natürlich nur träumen.

“>The City of Samba from Jarbas Agnelli on Vimeo.

Michael Levin in Japan

Fotografieren ist nicht selten eine komplizierte Angelegenheit und ich bin schon des längeren auf der Suche nach einem Video, welches, zumindest ein bißchen, diesen Prozess wiedergibt. Folgendes Video ist mir bei dieser Suche aufgefallen. In diesem kurzen Video dokumentiert Brad Kremer den kanadischen Fotografen Michael Levin, bei einigen seiner Aufnahmen in Japan. Es ist Schade, dass es so kurz ist und leider nur wenig die Langwierigkeit und Umstände erahnen läßt, die eine einzige Aufnahme bedeuten kann. Jedoch glaube ich, dass es sehenswert ist.

Häufig fotografiert Michael Levin an Gewässern, wo er, mithilfe von Langzeitbelichtungen, das Wasser fast verschwinden lassen kann, sodass die eigentlichen Motive in einer milchig nebeligen Substanz zu ruhen scheinen. Ein Effekt der vielen seiner Bilder eine surreale Stimmung verleiht und auf das Wesentliche konzentriert. Dass er eigentlich fast nur in schwarz/weiss fotografiert (ich habe noch nie ein Farbfoto von ihm gesehen) verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Vielleicht fotografiert er deshalb so gerne in Japan. Seine meist minimalistischen Bilder wirken sehr von japanischer Kunst und Design inspiriert.

Natürlich ist ein Betrachten des Videos in Vollbild ein Muss!

“>KI: Michael Levin from r”>Brad Kremer on Vimeo.

Das Teleobjektiv

Teleobjektive können ein starkes Werkzeug sein. Sie holen Entferntes näher und lassen es größer erscheinen und verändern so die Perspektive und den subjektiven Blickwinkel.

Hier habe ich zwei eindrucksvolle Beispiele für den Einsatz von Teleobjektiven. Beide Videos sind hier auf unserem Planeten gefilmt worden, doch könnten sie gegensätzlicher nicht sein.

Zuerst haben wir hier eine kurze Aufnahme, einen kurzen Ausschnitt aus unserer modernen globalisierten Welt:

“>CHINA CARGO. from e”>California is a place. on Vimeo.

Und hier die Aufnahmen eines indigenen Stammes im Amazonas, der wahrscheinlich, außer zu Nachbarstämmen, noch nie einen Kontakt zur Welt hatte. Um diese Menschen zu schützen und möglichst nicht zu stören, werden diese aus Flugzeugen, mittels Teleobjektiven mit langer Brennweite, beobachtet.

Aber man sieht in ihren Gesten und ihrer Mimik, dass alleine die Flugzeuge am Himmel sie erschrecken und mit Sicherheit ihr Leben beeinflußen.

“>Uncontacted Amazon Tribe: First ever aerial footage from “>Survival International on Vimeo.

Gezwitscher