Er (oder Sie?) war gezungenerweise nicht hier. Er/Sie konnte nichts machen.
Wir können es!
Space Monkey from Leo Burnett on Vimeo.
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Er (oder Sie?) war gezungenerweise nicht hier. Er/Sie konnte nichts machen. Wir können es! Space Monkey from Leo Burnett on Vimeo. Et voila – der letzte Hit im Netz.
Ich weiß nicht wie es Anderen geht, aber wenn ich mir dieses Video ansehe, kribbelt es an meinem ganzen Körper – es ist der blanke Horror. Noch schlimmer als das Video selber, ist aber, dass man es nicht abstellen kann. Man ist förmlich gezwungen, weiter zuzuhören und zuzuschauen. Lang Verdrängtes bahnt sich seinen Weg, zurück ins Bewußtsein. Wie entsteht diese Faszination für dieses, auch wenn es wohl aus Russland kommt, hervorragende Beispiel für die furchtbare Unterhaltung der 70er? Ist es diese lächerliche Musik oder das, aus heutiger Sicht, debile Gegrinse und Auftreten des Sängers? Ich denke, es ist, für all die, die alt genug sind die 70er miterlebt zu haben, die Erinnerung an die grauenvolle Fernsehunterhaltung dieser Zeit. Es gab (viele!) Leute, die so etwas “schön” und “unterhaltend” fanden. Dass dieses Lied keinen Text hat, macht keinen Unterschied. Die Texte der Schlager und Operetten, mit denen man früher gequält wurde, waren so oberflächlich, nichtssagend und hohl, dass man sie auch weglassen kann. Ich schreie es heraus. Auch wenn Ihr Jüngeren es nicht glauben mögt, so einen Mist mussten wir uns früher tagtäglich im Fernsehen ansehen und ertragen! Ok – ich weiß, heute gibt es DSDS, Big Brother, “Reality”-Dokus, Bauer sucht Frau, Punkt 12 und viele andere verdummende und manipulative Sendungen und “Formate” im Fernsehen. Aber wenigstens ist es heute sehr viel wahrscheinlicher, dass man, bevor das Gehirn zu bluten anfängt, umzuschalten kann und dabei doch noch etwas Wertvolleres findet. Da könnt Ihr mal sehen, wie gut Ihr es heute habt. Dass Fotos manipuliert werden können, sollte heute jedes Kind wissen. Dass computergenerierte Filme, immer perfektere neue Wirklichkeiten erzeugen können, kann man täglich im Kino und Fernsehen sehen. Folgendes Video von Alex Roman habe ich auf Vimeo entdeckt. Auch wenn man es, zumindest zu Beginn, nicht sofort erkennt, es ist komplett computergeneriert. Alex Roman versucht, so beschreibt er es, Architektur durch eine fotografische Sichtweise zu illustrieren. Manchmal abstrakt und manchmal surreal. Ich denke,es ist ihm gelungen. Man ist auf zweierlei Weise beeindruckt. Zum einen, dass die Bilder im Computer entstanden sind und zum anderen, dass er tatsächlich existierender Gebäude, u.a. Architekturperlen wie das Shiba Ryotaro Memorial Museum, das Brise Soleil, die Kunstinsel Naoshima, die Phillips Exeter Academy Library, oder das Forest Refuge am Fuji für diesen Film neu geschaffen hat. Diese Gebäude sind in der Realität schon großartig und imponierend, werden aber in diesem Video fast lebendig. Am besten sieht man sich das Video direkt auf Vimeo in HD und als Vollbild an. The Third & The Seventh from Alex Roman on Vimeo. Es gibt Gegensätze, unvereinbare Lebensmodelle, unterschiedliche Philosophien, unterschiedliche religiöse Vorstellungen und – leider – geschieht es oft, dass solche Differenzen so unüberbrückbar werden, dass es zu kriegsähnlichen Zuständen kommt. Das ist wie progressiv gegen konservativ, Ost gegen West, Köln gegen Düsseldorf, Macs gegen PCs und das ist auch wie Canon gegen Nikon. Besonders schlimm kann es werden, wenn sich zwei Angehörige der unterschiedlichen Gruppen finden und lieben lernen. Das kann so tragisch enden, wie die Geschichte von Romeo und Giulia. Aber manchmal gibt es auch ein Happy End.
P.S. Die Glaubensfrage, welches System das bessere ist, findet nur in den Köpfen von Fotoamateuren statt, die mit ihrer Kamera zu wenig Zeit mit dem Fotografieren verbringen. Man braucht keinen Flug ins Weltall, um zu erfahren wie klein unsere Welt ist. Es reichen einige Langstreckenflüge. Mit Hilfe einer Art Stop-Motion geht`s natürlich noch etwas schneller. DEN-ORD-NRT-SIN-NRT-LAX-DEN, in wenigen Minuten um die halbe Welt. Denver to Singapore (and back) in 5 minutes from David DAngelo on Vimeo. Die großen Flughäfen dieser Welt sehen meist sehr ähnlich aus. Spätestens aber, wenn man die klimatisierten Terminals verlässt, sich vor einem die automatischen Türen öffnen, bekommt man den ersten Schock. Einen Schlag ins Gesicht, mal kalt, mal heiß und nicht selten – heiß und unglaublich schwül. Kehrt man dann dem Airport den Rücken zu, indem man dann wahlweise im Taxi, Shuttlebus oder Mietwagen über die großzügigen Schnellstraßen fährt, taucht man dann doch plötzlich in eine neue Welt ein. Die Vegetation, die Gebäude, vielleicht die Autos – ihre Kennzeichen, manchmal die Schriftzeichen, die Menschen, die Gerüche und, verfluchter Jetlag, die eigene Stimmung, alles ist dann doch ganz ganz anders. Die Welt ist klein – die Welt ist ein Dorf – aber das Dorf enthält viele Welten. … und nichts ist passiert. Der magische Zeitpunkt ist vergangen und – gähn – wieder ist die Welt nicht untergegangen, noch ist sonst etwas Außergewöhnliches passiert. Diverse Numerologen wollten uns ja mal wieder darauf vorbereiten. ![]() Exodus // © Axel Setzer Es ist natürlich nicht so, dass ich daran geglaubt hätte. Dieses leicht voraussehbare Non-event ist immerhin insofern interessant, als dass eine derartige Zahlenreihe nur alle 100 Jahre vorkommen kann. Und abhängig vom Geburtsdatum und Lebenserwartung, hat nicht jeder die Chance einen solchen Zeitpunkt zu erleben. Na ja, auch wenn unsere Zeitmessung relativ und beliebig ist und dem Universum so was von total egal ist, wer`s überhaupt registriert hat, konnte vielleicht doch für eine Sekunde etwas Besonderes bewusst erfahren. – Man lebt! Nach den Berichten der letzten Monate, über das Säbelrasseln aus Nordkorea, wurde im Juli Sensationelles aus dem Land des kleinen Diktators Kim vermeldet. Im nordkoreanischen Fernsehen wurde der erste komerzielle Werbespot gesendet. Die Brauerei Taedonggang preist ihr gesundheitsförderndes Reisbier an. Dieses konnte man herstellen, nachdem man 2002 in Großbritannien eine Brauerei gekauft und hierhin transportiert hatte.
Nun – da kann einem schon ein kalter Schauer den Rücken herunterlaufen. Bizarres aus einem Land, dessen Menschen in einer surrealen Karikatur einer Diktatur, die leider zu real ist, leben. Es ist natürlich unwahrscheinlich, dass die millionen hungernden Menschen, außerhalb von Pjöngjang, jemals die Möglichkeit bekommen ein solches Bier zu trinken. Bei der letzten großen Hungersnot, ende der 90er Jahre, sind Hunderttausende ums Leben gekommen. Auch bei uns gibt es natürlich grottenschlechte Werbung. Hier aber noch eine gelungeneres Beispiel:
In Nordkorea hätte wahrscheinlich niemand diese Werbung verstanden. Die dortige Werbung ist da schon besser auf die eigene Zielgruppe abgestimmt. Weltfremde isolierte stramme Parteimitglieder und Funktionäre in Pjöngjang. |
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